Preview Week 4: Los Angeles Chargers vs. San Francisco 49ers

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Preview Week 4: Los Angeles Chargers vs. San Francisco 49ers

Posted By Lars Riedenklau

Spiel eins nach dem Super-Gau steht an, die San Francisco 49ers sind bei den Los Angeles Chargers zu Gast (22:25 Uhr, live bei ran). Wir blicken auf das Matchup:

Der Gegner, Los Angeles Chargers (1-2, 0-1 at home):

Die nach Los Angeles umgesiedelten Chargers starteten nicht optimal in die neue Saison. Einem Sieg (gegen Buffalo) stehen zwei Niederlagen (gegen Kansas City und LA Rams) gegenüber, ein Auftakt, den man sich sicherlich anders vorgestellt hatte. Denn in der letzten Saison starteten die Bolts zwar ebenfalls schwach (0-4), beendeten die Saison aber dann mit einem Record von 9-7 und verpassten die Play-Offs nur knapp. Viele Experten setzten also auf das Team von Anthony Lynn als Favorit in der diesjährigen AFC West, da die Chargers wenig personelle Veränderung zu vermelden hatten und sich vermeintlich in der Breite verstärkt haben. Das Prunkstück des Teams war im letzten Jahr die Defense, die getragen von den Pass-Rushern Joey Bosa und Melvin Ingram Quarterbacks das Fürchten lehrte. Ein Grund, weshalb die Chargers bereits heute Abend zum Siegen verdammt sind, liegt wohl in dem verletzungsbedingten Ausfall von eben jenem Joey Bosa, der den Chargers noch bis etwa Woche acht fehlen wird und schmerzlich vermisst wird. Die ganze Last liegt derzeit auf den Schultern Melvin Ingrams, der zwar 1,5 Sacks generieren konnte, aber bislang noch keinen großen Impact auf das Spiel der Chargers hatte. Derzeit in Top-Form befindet sich First Round Pick Derwin James, der zeigt, wieso er von vielen als bester Safety im Draft angesehen wurde. Doch auch die Offense der Chargers besitzt mehrere Eckpfeiler, die qualitativ über dem Durchschnitt der Liga sind. Angeführt von Veteran Quarterback Philip Rivers, der seit Jahren Woche für Woche dafür gut ist, dem Gegner bis zu 500 Yards einzuschenken, sind es vor allem RB Melvin Gordon und Wideout Keenan Allen, die die Chargers Offensive so gefährlich machen. Gordon spielte im letzten Jahr phänomenal und erwischte auch in dieser Spielzeit einen ordentlichen Start. Er ist sowohl im Running Game, als auch im Passing Game eine echte Waffe und wird heute dafür sorgen wollen, dass die Tackling Probleme der 49ers anhalten. Die Offensive Line der Chargers versetzte bislang keine Berge, fiel aber auch nicht unbedingt negativ auf. Alles in allem sind die Chargers ein ausgeglichenes, überdurchschnittlich besetztes Team, die in dieser Konstellation durchaus ein Kandidat für die Play-Offs sind. Gegen die Hochkaräter aus Kansas City und dem Nachbar aus LA unterlagen die Chargers noch, doch heute gehen sie definitiv als Favorit in die Partie.

KURZ-INFO:
  • Gegründet: 1960
  • Vereinsfarben: Blau, Gold, Weiß
  • Super-Bowl Titel: 0
  • Stadion: StubHub Center (Kapazität: 27.000 Zuschauer)
  • Headcoach: Anthony Lynn
  • letztjähriger Record: 9-7 (2. Platz in der AFC West)
  • ewige Bilanz: Series tied 7-7

Die Aufstellung der Chargers findet ihr hier.

PLAYERS TO WATCH
  • Philip Rivers (#17, QB):
    Der 15-jährige Veteran Quarterback der Bolts hat bereits nach drei Spielen unverschämt gute Statistiken aufzuweisen, er warf bislang für über 900 Yards, erzielte acht Touchdowns und das bei nur einer Interception. Dass es für die Chargers dennoch nur für einen Sieg reichte, lag nicht unbedingt an ihm. Auch heute wird Rivers sich die Hände reiben, gegen die gebeutelte Defensive der 49ers ranzudürfen. Läuft nicht alles aus dem Ruder, wird Rivers heute erneut ein gutes Spiel abliefern. Den 49ers muss es aber gelingen, den Quarterback des Öfteren zu Boden zu bringen und Turnover zu generieren. Ansonsten läuft man Gefahr, dass Rivers heiß läuft und die 49ers auseinander nimmt…
  • Keenan Allen (#13, WR):
    Das Lieblingstarget von Quarterback Rivers ist und bleibt WR Keenan Allen, der nach drei Spielen bereits 217 Receiving Yards aufzuweisen hat (ein Touchdown). Allen ist der Star des stark besetzten Receiving Corps der Chargers, die mit Tyrell Williams, Mike Williams und TE Antonio Gates eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern gefunden haben. Allen besticht vor allem durch seine Antrittsgeschwindigkeit und Route Running, die es für jede Defense schwer machen, ihn unter Kontrolle zu halten. Richard Shermans Ausfall spielt dem 26-jährigen sicherlich in die Karten, der es dann heute mit Ahkello Witherspoon und Jimmie Ward zu tun bekommt.
  • Derwin James (#33, S):
    Viele hätten ihn gerne bei den 49ers gesehen, doch Derwin James fiel im Draft weiter als erwartet und landete bei den Chargers, die sich bereits nach drei Spielen glücklich schätzen dürfen, ein solches Talent in den eigenen Reihen zu haben. In den ersten drei Spielen war James „all over the field“, ihm gelangen bislang 15 Tackles, zwei Sacks und eine Interception. Production, die die 49ers von ihren bislang enttäuschenden Safeties ebenfalls gut gebrauchen könnten. Doch nun steht James auf der anderen Seite und wird versuchen, C.J. Beathards Einstand zu vermiesen.

So steht es um die San Francisco 49ers (1-2, 0-2 away)

Für die 49ers steht bereits das dritte Auswärtsspiel der noch jungen Saison an, dieses Mal halten sich die Reisekilometer jedoch in Grenzen. Bevor man in der nächsten Woche in das eigene Stadion zurückkehrt und auf die Arizona Cardinals trifft, steht heute der schwere Gang ins StubHub Center an, wo man auf die Los Angeles Chargers trifft. Die Grundstimmung im Lager der 49ers ist getrübt, nach der schweren Verletzung von QB Jimmy Garoppolo, der diese Saison nicht mehr auflaufen wird, hatten Kyle Shanahan und Co. dafür zu sorgen, das eigene Team wieder aufzubauen und auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Es ist an der Zeit, dass QB C.J. Beathard diese Offense übernimmt – erneut. In der letzten Saison kam Beathard, damals noch ein Rookie, in eine ähnliche Situation. Er war der Leader eines jungen, unerfahrenen Teams und musste mächtig einstecken. Doch Beathard stand auf, immer wieder. Er führte die 49ers zum ersten Sieg unter Headcoach Kyle Shanahan, bevor er seinen Platz wieder räumen musste. Nun, ein Jahr später, hofft man, dass eben jener C.J. Beathard gereift ist. Gereift, um die für verloren erklärte Saison der 49ers noch zu retten. Shanahan und seine Coaches tun alles dafür, damit sich der Quarterback komfortabel fühlt, dies umfasst nicht nur das von Grund aus geniale Play-Calling von Headcoach Shanahan. Noch unter der Woche wurde Beathard von allen Seiten in den höchsten Tönen gelobt, das Team stellte sich geschlossen hinter ihn. Eine Attitüde, die natürlich wünschenswert ist, aber auch genauso zwangsläufig. Die 49ers wären wohl auch mit Garoppolo noch nicht bereit für die Play-Offs gewesen, mit C.J. Beathard under Center ist davon auszugehen, dass die restlichen Probleme der 49ers – und das sind viele – noch größer werden bzw. gnadenlos aufgedeckt werden. Hierzu gehört unter anderem das Verletzungspech, das dafür sorgt, das erneut auf vielen Positionen Back-Ups ranmüssen. Richard Sherman fällt aus, das RB-Duo Breida/Morris ist fraglich. Ahkello Witherspoon kämpft weiterhin mit seiner Knöchelverletzung, auch die Safeties Jaquiski Tartt und Adrian Colbert fallen voraussichtlich aus. Als Ersatz stehen Antone Exum (ebenfalls fraglich) und Tyvis Powell bereit. Doch ob diese dazu beitragen können, das eklatante Tackling Problem der 49ers zu verbessern? In bislang drei Spielen verfehlten die Spieler der 49ers sage und schreibe 43 Tackles, einsame Spitze in der NFL. Robert Salehs harter Spielstil zahlt sich hier scheinbar nicht aus, es müssen Adjustments vorgenommen werden. Das Gute: Tackling ist trainierbar. Hoffen wir, dass die 49ers das Problem erkannt und gehandelt haben. Saleh, der immer mehr in die Kritik der Öffentlichkeit gerät, wird jedoch weiterhin von den Spielern und Coaches in Schutz genommen. Wer mag es ihnen verdenken: Die Spieler haben bislang wenig Gründe, ihren Unmut zu äußern, da sie selber nicht performen. Ein weiteres Problem: Die Wide Receiver der 49ers. Bis auf Marquise Goodwin, der letzte Woche noch angeschlagen war, haben die Passempfänger der 49ers massive Probleme, sich freizulaufen. Ein Umstand, der bereits für einige Coverage Sacks sorgte und vor allem für C.J. Beathard sehr ungünstig ist. Dieser tendiert auch dazu, die Bälle lang zu halten, hier müssen ihm die Receiver Abhilfe schaffen. Passiert dies nicht, hat auch die bislang solide agierende Offensive Line nicht mehr viel auszurichten. Derzeit positiv hervorzuheben: Das Tight End Duo um George Kittle und Garrett Celek spielt sehr stark, beide sind enorm wichtig für das Spiel San Franciscos. Beathards Ex-Teamkollege, George Kittle, wird für Beathard die wohl wichtigste Anspielstation werden.

PLAYERS TO WATCH:
  • C.J. Beathard (#3, QB):
    Im Fokus steht natürlich der „neue“ Quarterback der 49ers, der voraussichtlich die nächsten 13 Spiele absolvieren wird. Unter der Woche diskutierte man über die Verpflichtung eines Veteran Backups, gegen die Chargers wird aber zunächst Nick Mullens als Backup fungieren. Beathard muss nun zeigen, dass er sich weiterentwickelt hat und vor allem seine Mechanik verbessert hat. Schnellere Reads, schnellerer Release: Beathards Aktionen wirkten in der letzten Saison oft etwas verlangsamt. Die Offensive Line ist zu diesem Zeitpunkt besser als im letzten Jahr, auch das Run Game funktioniert etwas besser. Matt Breida führt die NFL in Rushing Yards an, heute brauchen die 49ers einen fitten Breida, der etwas Last von den Schultern Beathards nimmt. Anhaltspunkte, die dazu beitragen sollen, dass Beathard Erfolg hat. Wir drücken ihm die Daumen!
  • Reuben Foster (#56, LB):
    Der Ferrari ist zurück, aber er war etwas eingerostet. Reuben Foster feierte gegen die Chiefs sein Comeback und machte vor allem in Coverage eine hervorragende Figur. Weiterhin kritisch war jedoch sein Tackling Verhalten, da er dazu tendiert, mit dem Kopf zuerst in den Gegner zu tacklen, was natürlich einige Risiken birgt. Allen voran bringt er sich selber in Gefahr, auch in der letzten Woche verpasste er einige Snaps, als er verletzt vom Feld musste. Hinzu kommt, dass der Angle, den Foster bei seinen Hits nimmt, nicht optimal ist, sodass er Gefahr läuft, Tackles zu verfehlen. Am letzten Sonntag führte Foster die 49ers in verfehlten Tackles an. Eine Situation, die es schnellstens zu verbessern gilt. Foster steht hier stellvertretend für die gesamte Defense, die besser performen muss, damit die 49ers heute eine Chance haben.
  • Jimmie Ward (#20, DB):
    Langsam darf es gesagt werden: Jimmie Ward wird seinem Status als First Rounder nicht gerecht. Als Safety ließ er zwar sein Potential aufblitzen, auf der Position des Cornerbacks hat er jedoch massive Probleme und wird für die 49ers entbehrlich. Eine Verlängerung seines Vertrages rückt mit jedem Spiel in weitere Ferne, denn Ward liefert auf dem Platz wenig Argumente hierfür. Seine Vielseitigkeit verschaffte ihm einen Platz auf dem Roster, und diese sollte er langsam unter Beweis stellen. Es ist gut möglich, dass er heute sowohl als Cornerback, als auch als Safety eingesetzt wird. Ward wird heute ein wichtiger Faktor im Spiel der 49ers werden, wenn es darum geht, die Chargers Offensive zu stoppen. Als Veteran muss er vorangehen, denn noch ist es nicht zu spät. Heute wäre ein guter Tag, um den Schalter endlich umzulegen.

Zu dem Injury Report geht es hier.

Es spricht nicht viel für die Mannen von HC Kyle Shanahan, doch das ist die große Chance der 49ers. Auf einen Sieg – Go Niners!

Autor: Lars Riedenklau

Written by Lars Riedenklau

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