Review Week 12: San Francisco 49ers vs. Green Bay Packers

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Review Week 12: San Francisco 49ers vs. Green Bay Packers

Posted By Lars Riedenklau

Mit großer Spannung blickte die NFL-Welt am vergangenen Sonntag nach Santa Clara, wo die 49ers die Packers zum Top-Spiel in der NFL empfingen. Was die Zuschauer dann zu Gesicht bekamen, war eine Machtdemonstration San Franciscos. Unsere Review:

Passing Offense

Es ist überwältigend zu sehen, wie sehr die Anwesenheit von TE George Kittle das Offensivspiel verändert – im positiven Sinne. Der Tight End, der die letzten Wochen mit einem gebrochenen Knochen im Knöchel zu kämpfen hatte, kehrte in die Startaufstellung der 49ers zurück und zeigte sofort, wieso er für Kyle Shanahan derzeit kaum zu ersetzen ist.

Mit sechs Catches für 129 Yards war Kittle erneut die wichtigste Anspielstation für Quarterback Jimmy Garoppolo. Das Highlight: Selbstverständlich sein 61 Yards Touchdown, kurz nachdem die Packers den Rückstand auf 15 Punkte verkürzten. Shanahan griff tief in die Trickkiste, setzte einen perfekten Play-Action Spielzug auf und Kittle ließ Packers Cornerback Kevin King aussteigen – Touchdown 49ers.

Ansonsten war es den 49ers ein Leichtes, den Packers auch ohne viele Pässe den Zahn zu ziehen. Garoppolo brachte lediglich 14 Pässe an den Mann, viel mehr benötigte es jedoch auch nicht, da die Packers nahezu das ganze Spiel über einem Rückstand hinterherliefen.

Positiv hervorzuheben ist noch die Entwicklung von Rookie Wide Receiver Deebo Samuel. Er fing den ersten Touchdown-Pass von Jimmy Garoppolo am Sonntag-Abend, als er bei einem Slant Routinier Tramon Williams davonlief und für eine komfortable Halbzeit-Führung der Niners sorgte.

Auf der Position des Left Tackles nahmen die 49ers früh im Spiel auf Veranlassung von Offensive Line-Coach John Benton eine Veränderung vor, für den sichtlich überforderten Rookie Justin Skule kam Daniel Brunskill in die Partie. Dieser agierte deutlich abgeklärter und ließ keinen QB-Pressure mehr zu. Es wird interessant zu sehen sein, ob er Skule endgültig aus der Startformation verdrängen kann, solange Joe Staley noch verletzt ausfällt.

NOTE: 1-

Rushing Offense

Auch die Lauf-Offensive der 49ers profitierte sichtlich von der Rückkehr George Kittles. Nach den vergleichsweise unterdurchschnittlichen Leistungen in den letzten Wochen generierten die 49ers gegen die Packers 112 Yards auf dem Boden.

Tevin Coleman (ein Touchdown) bekam die meisten Ballübergaben, doch auch Raheem Mostert (ein Touchdown) und Jeff Wilson sahen Einsatzminuten. Die Tiefe der 49ers auf der Position des Runningbacks ist beeindruckend.

Gegen die Ravens ist es durchaus möglich, dass Matt Breida zurückkehrt. Das würde bedeuten, dass Jeff Wilson möglicherweise nicht aktiv ist. Ein Luxusproblem, das sich viele Franchises derzeit höchstwahrscheinlich sehnlichst wünschen würden…

NOTE: 2

Passing Defense

Wer dachte, die Defense der 49ers hätte ihren Leistungshöhepunkt erreicht, wurde am vergangenen Sonntag (erneut) eines Besseren belehrt. Gegen den zukünftigen Hall of Famer Aaron Rodgers ließ man trotz mehr als dreißig Dropbacks des Packers Quarterbacks nur knapp über 100 Passing Yards zu. Eine irre Statistik, die die Leistung des sichtbar lustlosen Rodgers gut widerspiegelt.

Auf Seiten der 49ers kam alles zusammen: Bereits im ersten Drive erzwang der überragend aufspielende LB Fred Warner ein Fumble von Rodgers, die 49ers erhielten den Ball kurz vor der Packers Endzone. Und die Dominanz der 49ers Defense sollte nicht aufhören: Immer wieder waren DeForest Buckner, Arik Armstead, Nick Bosa oder Solomon Thomas im Backfield der Packers zu finden.

Hinzu kam die starke Performance von Jimmie Ward, dem viele wichtige Tackles und Pass-Breakups gelangen. Es ist schwer, einen Spieler der 49ers herauszusuchen, der gegen die Packers keinen guten Tag erwischte. Die Defense als Ganzes erwischte einen Sahnetag. Man muss hoffen, dass es Lamar Jackson ähnlich ergehen wird…

Interessant: Ahkello Witherspoon teilte sich die Zahl der Snaps mit Emmanuel Moseley, beide lieferten eine starke Partie ab. Es ist beruhigend zu sehen, wie es die 49ers schaffen, ihren besten Spielern Spielzeit zu verschaffen. Packers Rückkehrer Davante Adams wurde trotz sieben Catches bei unter 50 Yards gehalten.

NOTE: 1

Rushing Defense

Nach dem Ende des Spiels wurden die 49ers erwartungsgemäß für ihre starke Vorstellung in der Defense gelobt, dies sollte niemanden überraschen. Interessant waren hingegen die Aussagen vieler 49ers Spieler, die betonten, dass ein großer Fokus darauf lag, das Laufspiel der Packers zu stoppen.

Und dies gelang: Das Duo der Packers um Aaron Jones und Jamaal Williams wurde nahezu komplett lahmgelegt. Die beiden erzielten insgesamt weniger als 100 Yards, der längste Lauf der Packers kam von WR Allen Lazard (21 Yards).

Sehr wichtig für die hervorragende Leistung der Run-Defense war erneut LB Fred Warner, der für mehrere Stops verantwortlich war und zurecht zum „NFC Defensive Player of the Week“ gekürt wurde.

NOTE: 1-

Special Teams

Die Special Teams der 49ers arbeiteten wie in den letzten Wochen grundsolide. Kicker Chase McLaughlin Weste blieb weiß, er versenkte alle seine drei Field Goal-Versuche. Mitch Wishnowsky war nur vier Mal gefragt, sein Gegenüber JK Scott sechs Mal.

NOTE: 2

Coaching

Obwohl die Packers aus einer Bye-Week kamen, gelang es Kyle Shanahan und Robert Saleh die Packers von Minute eins an auszucoachen. Packers Headcoach Matt LaFleur, der bereits mit Kyle Shanahan zusammenarbeitete, hatte keine Antwort auf die vielen verschiedenen Konzepte der 49ers-Defense.

Kyle Shanahan hatte gegen die Packers-Defense zunächst seine Probleme, nach einer Ansprache an der Sideline von Jimmy Garoppolo kam jedoch auch seine Offense in Fahrt. Wie aus dem Bilderbuch war dann sein Konzept, der zum Touchdown von George Kittle führte. Es wird spannend zu sehen sein, ob Shanahan und Saleh, die ganz nebenbei wohl auch mittlerweile heiße Kandidaten für die Titel Coach/Assistant Coach of the Year sind, auch gegen die Ravens den passenden Gameplan finden werden.

NOTE: 1

Written by Lars Riedenklau

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