Review Week 14: New Orleans Saints vs. San Francisco 49ers

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Review Week 14: New Orleans Saints vs. San Francisco 49ers

Posted By Lars Riedenklau

Was für ein Spektakel! Die 49ers besiegen die New Orleans Saints mit 48:46 und stoßen die Tür in Richtung Play-Offs ganz weit auf. Unser Spielbericht:

Passing Offense

Bereits nach wenig gespielten Minuten ist den Beobachtern der Partie bewusst geworden, dass die 49ers das Duell im Mercedes Benz Superdome nur gewinnen können, wenn sie mit ihrer Offense Antworten auf die überfallartige Saints-Offensive finden würden.

Und Kyle Shanahan enttäuschte nicht: Die 49ers ließen sich auf den Shootout gegen Sean Payton mit seinem Quarterback Drew Brees ein – und gingen als Gewinner vom Feld. Allein dieser Fakt ist bemerkenswert, denn es gelingt den wenigsten Teams, mit Brees und Co. Schritt zu halten.

Einen großen Anteil am Erfolg hatte die Pass Offensive der 49ers, die nahezu fehlerfrei agierte. Jimmy Garoppolo erzielte vier Touchdowns (Bourne (2), Sanders und Kittle) und stand seinem Gegenüber Brees an diesem Abend in nichts nach. Immer wieder gelang es Garoppolo, Drives am Leben zu halten und Big Plays, zu generieren. Es war wohl die beste und spektakulärste Leistung von Garoppolo im Dress der 49ers.

Erneut herausragend war die Leistung von WR Emmanuel Sanders, der insgesamt 176 Yards an Raumgewinn sammelte und sogar als Passer in Erscheinung trat. Als die 49ers Offense erneut einem 13 Punkte Rückstand hinterherlief rief Shanahan Sanders auf den Plan, der nach einem Reverse den ganz freien Raheem Mostert fand, der den Ball dann wiederum problemlos in die Endzone trug. Sein einziger Drop führte zu einer Interception, der einzige Makel im Passspiel der 49ers am vergangenen Sonntag.

Shanahan griff ganz tief in die Trickkiste und ließ die Saints Defense schmerzlich erfahren, wie viel Schaden seine Offense anstellen kann. Bis zum Ende der Partie blieb er wachsam und führte die Niners mit seinem hervorragenden Play-Calling zum elften Saisonerfolg.

Bitter ist jedoch der Ausfall von Center Weston Richburg, der in dieser Saison nicht mehr auflaufen wird. Ersetzen wird ihn Ben Garland, der vor der Saison vom kommenden Gegner, den Atlanta Falcons, zu den 49ers gekommen ist.

NOTE: 1

Rushing Offense

Dem Umstand geschuldet, dass die 49ers nahezu von Beginn des Spiels an einem Rückstand hinterherliefen, spielte das Laufspiel der 49ers am vergangenen Sonntag nur eine untergeordnete Rolle.

Dennoch setzte Shanahan punktiert auch seine Runningbacks ein, allen voran Raheem Mostert (insgesamt zwei Touchdowns) und Matt Breida nutzten immer wieder die sich ihn bietenden Lücken aus. Und auch im Running Game blieb der unter der Woche 40 Jahre alt gewordene Headcoach der 49ers kreativ. Das beste Beispiel hierfür: Ein angetäuschter Fullback-Run über Kyle Juszczyk, der den Ball zu Mostert pitchte und einen neuen First Down erzielte. Die 49ers erzielten im Anschluss einen Touchdown und gingen mit einer Führung in die Pause.

Es ist gut zu sehen, dass Kyle Shanahan nicht zwanghaft versucht, das Laufspiel zu etablieren. Er reagiert auf die Geschehnisse während des Spiels und nutzt diese Erkenntnisse, um Adjustments vorzunehmen. Wir wussten bereits, dass Shanahan ein sehr guter Offensive Coordinator ist. Doch er macht seinem Namen derzeit alle Ehre.

NOTE: 2+

Passing Defense

Auf der anderen Seiten des Balls hatten die 49ers – wie das Ergebnis eindrucksvoll beweist – große Probleme damit, Sean Payton und die Offense der Saints zu stoppen.

Obwohl vor dem Spiel davon auszugehen war, dass der Pass Rush der 49ers gegen Drew Brees besser zum Zug kommen wird als noch gegen Lamar Jackson in der Vorwoche, bewahrheitete sich diese Annahme nicht.

Der Pass Rush der 49ers war das ganze Spiel über gesehen nahezu wirkungslos, einzig Nick Bosa konnte Brees das ein oder andere Mal unter Druck setzen und zu verfrühten Pässen zwingen. Bosa gehörte insgesamt zu den stärksten Akteuren in der 49ers-Defense.

Die Defensive Backs der 49ers erwischten einen schwarzen Tag. Ungewöhnlich oft verfehlten die Defender der Niners ihre Tackles, was zu vielen Yards nach dem Catch auf Seiten der Saints führte. Sean Payton hatte sich scheinbar vor dem Spiel auf Backup-Safety Marcell Harris eingeschossen, der immer wieder attackiert wurde. Und das erfolgreich: Die ersten zwei Touchdowns erzielte TE Jared Cook, der direkte Gegenspieler von Harris.

Payton deckte die Schwachstellen in der 49ers-Defense schonungslos auf. Brees agierte viel über kurze Pässe, weshalb der Pass-Rush der Niners kaum zum Zug kam. Auch die Cornerbacks der 49ers ließen sich des Öfteren im Eins gegen Eins besiegen. Superstar Michael Thomas hatte vor allem gegen Emmanuel Moseley und Ahkello Witherspoon zu leichtes Spiel. Diese Woche wird es nicht einfacher werden, wenn Julio Jones auf das junge CB-Duo der Niners wartet. Denn Richard Sherman wird ebenfalls ein bis zwei Wochen ausfallen…

NOTE: 5

Rushing Defense

Das Laufspiel der Saints hatten die 49ers relativ gut im Griff, jedoch funktionierte der Pass auf Seiten der Saints einfach zu gut, um sich auf das Rushing-Game zu fokussieren.

Und dennoch unterlief den Saints bei einem der wenigen Laufspielzüge ein entscheidender Fehler: RB Alvin Kamara verlor den Ball bei einem Run durch die Mitte, DeForest Buckner war zur Stelle und gab der Offense der 49ers eine hervorragende Ausgangssituation. Das Resultat: Ein Touchdown, der am Ende zumindest rechnerisch den Unterschied ausmachte.

Latavius Murray wurde für die 49ers zu einem größeren Problem als Starspieler Kamara, der einen ruhigen Abend verlebte und weniger als zwei Yards im Schnitt erlief.

Besonders wichtig: Die 49ers hielten Allzweckwaffe Taysom Hill zurück, der zwar oft eingesetzt wurde, aber keinen großartigen Raumgewinn erzielte. Am Ende ebenfalls spielentscheidend: Der Stopp von Hill beim Versuch der Two-Point-Conversion der Saints nach dem zweiten Touchdown war Ende des Spiels Gold wert.

NOTE: 2

Special Teams

Das wichtigste vorab: Robbie Gould kann doch noch Field Goals versenken! Spaß beiseite – doch Gould traf beim wohl wichtigsten Versuch in der Saison ins Schwarze, als er aus 30 Yards mit auslaufender Uhr antrat und den 49ers zum Sieg verhalf.

Das Vertrauen der Coaches scheint sich auszuzahlen, denn im windstillen Dome in New Orleans wirkte Gould sicherer als noch in den letzten Wochen.

Für viel Gesprächsstoff sorgte ein Play in Punt Coverage, als DB Tavarius Moore bei einem Fake von Taysom Hill den angeworfenen Receiver der Saints klar daran behinderte, den Pass zu fangen. Lautstark forderten die Saints und das gesamte Publikum eine Strafe wegen Pass Interference. Doch schnell stellte sich heraus: Eine solche kann nicht ausgesprochen werden, wenn die Punt-Formation aufs Feld geschickt wird. Sean Payton wirkte ungläubig, verlangte einen Holding-Penalty – vergebens. Die 49ers bekamen den Ball nach einem Turnover on downs.

An dieser Stelle ein Sonderlob an Richard Hightower, den Special Teams Coordinator der 49ers, der seine Spieler nach Aussage von Moore dahingehend coacht, die Gegenspieler aggressiv zu attackieren – selbstverständlich im Bewusstsein der nicht möglichen Bestrafung.

NOTE: 1-

Coaches

Kyle Shanahan coachte das wohl bislang wichtigste Spiel in seiner Karriere als 49ers Headcoach und behielt letztendlich die Oberhand. Auswärts bei den offensivstarken Saints, dabei zusehend, wie sich weitere Schlüsselspieler verletzten: Die 49ers trotzten allen Umständen und brachten den Sieg nach Hause.

Und auch, wenn die Defense der 49ers ausgecoacht wurde: Die Niners finden Wege, Spiele zu gewinnen. Eine Fähigkeit, die von Nöten ist, um weit zu kommen… Wie weit? Das wird die Zeit zeigen…

NOTE: 2

Beat the Falcons!

Autor: Lars Riedenklau

Written by Lars Riedenklau

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