Review Week 10: San Francisco 49ers vs. Seattle Seahawks

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Review Week 10: San Francisco 49ers vs. Seattle Seahawks

Posted By Lars Riedenklau

Es ist passiert: Die 49ers müssen die erste Niederlage der Saison einstecken – und das ausgerechnet gegen den großen Rivalen aus Seattle. Hier ist unsere Review:

Da es die vorhandene Zeit mir derzeit nicht anders erlaubt, habe ich mir für die Review des Seattle-Spiels eine etwas andere Vorgehensweise überlegt.

Passing Offense

Bis zum Ausfall von WR Emmanuel Sanders sah es danach aus, als würde die Passing Offense um Quarterback Jimmy Garoppolo dort weitermachen, wo sie in Arizona aufgehört hatte. Mehrere präzise Pässe fanden ihren Weg zum Mitspieler, Garoppolo wirkte früh im Spiel akkurat und frisch. Das Ergebnis war eine verdiente 10:0-Führung nach dem 1. Quarter, doch danach ging es bergab.

Ohne George Kittle und ohne Emmanuel Sanders scheint die 49ers Pass-Offense derzeit aufgeschmissen. Garoppolo bekam keine Hilfe von seinen Passempfängern, die neun (!) Pässe droppten und somit laut Kyle Shanahan mehr als 100 Yards an Raumgewinn liegen ließen.

Doch auch Garoppolo erwischte nicht seinen besten Tag. Er stand permanent unter Druck, was auch mit der schwachen Performance der Rückkehrer Staley und McGlinchey zu tun hatte. Dennoch verfehlte er einige Male seine Ziele, einfache Würfe ließ er schwer aussehen. Insgesamt ein gebrauchter Tag für Garoppolo und seine Passfänger.

NOTE: 3-

Rush Offense

Die vor dem Spiel so hochgelobte Lauf-Offensive der 49ers profitierte entgegen den Erwartungen nicht von der Rückkehr der drei Starter Staley, McGlinchey und Juszczyk. Das Laufspiel kam gegen die Seahawks überhaupt nicht ins Rollen, erst in der Overtime gelang es Raheem Mostert etwas Raumgewinn durch die Mitte zu generieren.

Shanahan hielt lange an seinem Gameplan fest, obgleich die Run-Defense der Hawks an diesem Abend hervorragend aufgelegt war. Als der Run dann begann zu funktionieren, entschied sich Shanahan in der Overtime für drei Pässe in Folge, sodass die Zeit nicht anhielt, und der Ball noch einmal zurück zu Wilson und der Offense der Seahawks ging – das Ergebnis ist bekannt…

NOTE: 4+

Passing Defense

An der Leistung der Defense hat es am vergangenen Montag mit Sicherheit nicht gelegen, dass die 49ers ihre erste Niederlage verkraften mussten. Die Pass Defense erwischte gegen den MVP-Kandidaten Russell Wilson einen Sahnetag. Richard Sherman und Emmanuel Moseley fielen durch zahlreiche Pass-Breakups positiv auf, K’Waun Williams lieferte sein bislang bestes Spiel im Dress der 49ers ab (10 Tackles, zwei Fumbles erzwungen).

Wilson hatte in der Pocket sichtlich Probleme, da er unter Dauerbeschuss der 49ers Defensive Line stand. Fred Warner, der sich unsere Kritik scheinbar zu Herzen genommen hat, registrierte zwei Sacks, insgesamt brachten die Niners Wilson fünf Mal zu Boden. Das Highlight: Der Fumble-Recovery Touchdown von DT DeForest Buckner, der die 49ers zurück in die Partie brachte.

Auch das Safety-Duo um Jaquisiki Tartt, der kurz vor der Pause Metcalf den Ball entriss und so sichere Punkte der Seahawks verhinderte, und Jimmie Ward zeigte eine mehr als solide Performance. Dass ein Russell Wilson nicht 70 Minuten lang gestoppt werden kann, ist wohl jedem bewusst. Die 49ers haben ihre beste Saisonleistung in der Defense abgerufen, weshalb es umso ärgerlicher ist, dass dies nicht für einen Sieg gereicht hat.

NOTE: 1

Rush Defense

Dass die Seahawks dem Running Game nicht abgeneigt sind, ist allgemein bekannt. Dennoch überraschten sie auch ihre Kritiker, da OC Brian Schottenheimer etwas passlastiger agierte, als noch in den ersten Wochen der Saison.

Dennoch rannten die Seahawks den Ball über zwanzig Mal, hier und da gelang es Chris Carson etwas Raumgewinn zu generieren. Gegen Rashaad Penny konnte man einen Fumble erzwingen, insgesamt wirkte auch die Laufverteidigung frischer als in den letzten Partien.

Doch einen Makel gab es dann doch: Kurz vor Ende der Overtime verpassten die 49ers die Gelegenheit, Wilson zu stoppen, als man das Contain aufgab und dieser mehrfach selber durch Läufe neue 1. Downs erzielte.

NOTE: 2

Special Teams

Punter Mitch Wishnowksy wird seinem Ruf als 4. Runden-Pick immer noch nicht vollends gerecht. Er lässt sein Potential des Öfteren aufblitzen, wenn er jedoch wirklich gebraucht wird, kommt es vor, dass die Punts in die Endzone springen und der Netto-Raumgewinn nur marginal erscheint. Zudem ist die Länge seiner Punts ausbaufähig.

Kicker Chase McLaughlin feierte ein tolles Debüt – bis zur Overtime. Die drei Kicks in der regulären Spielzeit versenkte er ohne Probleme, wobei er sich keine Nervösität anmerken ließ und die 49ers erst in die Overtime rettete. Doch dann versagten dem Rookie-Kicker die Nerven, als er aus 47 Yards zum Game-Winner antreten musste. Ein Vorwurf wird dem 23-Jährigen wohl niemand machen. Kopf hoch!

NOTE: 3

Coaching

Robert Saleh tat mit seiner Defense alles, um den Sieg in Santa Clara zu behalten. Wilson stand unter Dauerdruck, die Offense der Seahawks erzielte lediglich zwei Touchdowns, beide resultierten aus einem Turnover der 49ers. Ansonsten gelang es den Hawks nicht, die Defense der 49ers vor große Probleme zu stellen. Das macht Hoffnung auf das Rückspiel in Woche 17.

Anders hingegen ist die Leistung von Kyle Shanahan zu bewerten, der keine Antwort auf die Ausfälle seiner besten Passfänger Sanders und Kittle zu bieten hatte. Hinzu kam die sehr schwache Performance der Wideouts, die Shanahan im Nachhinein harsch kritisierte, allen voran Dante Pettis stand im Fokus seiner Aussagen.

Dennoch: Shanahan hatte elf Tage Zeit, Antworten auf die Spielweise der vor dem Spiel 28. besten Defense der Liga zu finden. Dies wollte ihm nicht gelingen, anzusprechen ist vor allem, dass er scheinbar zu lange am Running-Game festhielt. Für die individuellen Fehler der Spieler kann man ihm keinen Vorwurf machen.

Anders verhält es sich bei den In-Game Entscheidungen (drei Pässe kurz vor Ende der OT, Field Goal bei 4&1 zum Game-Winner). Doch all dies lässt sich im Nachhinein deutlich einfacher sagen, als während des Spiels. Daher kann ich keine negativen Worte verlieren, obwohl sich Shanahan selber am meisten darüber ärgern wird.

NOTE: 2-

Beat the Cardinals!

Autor: Lars Riedenklau

Written by Lars Riedenklau

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