Week 2 Review: San Francisco 49ers vs. Detroit Lions

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Week 2 Review: San Francisco 49ers vs. Detroit Lions

Posted By Lars Riedenklau

Es war ein hartes Stück Arbeit, aber Sieg Nr. 1 ist eingefahren. Die Niners schlagen die Lions mit 30:27, hier meine Gewinner und Verlierer des Spiels:

WINNER

  • Richard Sherman

Als wäre er nie weg gewesen… Nachdem sich die Kritiker in der Offseason bereits die Hände rieben, als Videos auftauchten, wie Marquise Goodwin Richard Sherman im Training mehrfach alt aussehen ließ, zeigt Sherman bislang, weshalb Shanahan und Lynch so verrückt danach waren, ihn unter Vertrag zu nehmen. Bereits gegen die Vikings wurde Sherman nur spärlich attackiert, und auch gestern versuchte Lions QB Matthew Stafford nur selten, Receiver auf der Seite Shermans in Szene zu setzen. Gegen Ende des Spiels testete er Sherman, das Ergebnis: eine Incompletion. Sherman hält seine Seite sauber, während sein Gegenüber, Ahkello Witherspoon, vor allem gestern sehr große Probleme hatte (siehe weiter unten). Nach dem Spiel kritisierte Sherman sehr deutlich den Spannungsabfall der 49ers im vierten Quarter. Er sprach von einem Lernprozess, hoffen wir, dass dieser auch sehr schnelle Effekte zeigt. Doch eins ist klar: Sherman fühlt sich immer besser und das ist für die 49ers Gold wert.

  • Matt Breida

Darf ich vorstellen? Der Rushing Leader der noch jungen NFL Saison kommt aus den Reihen der 49ers! Sein Name: Matt Breida. Der agile, aber dennoch hart spielende Running Back teilte sich gestern die Carries mit Alfred Morris (der ebenfalls ordentlich spielte) und machte das Beste aus seinen Snaps, die er erhielt. Breida war im gestrigen Spiel ein Faktor im Running- und Passing-Game, Shanahans favorisierten Outside Zone Plays waren gestern perfekt zugeschnitten auf Breida, der auch von sehr guten Blocks (u.a. RG Mike Person) der Offensive Line profitierte. Breida fand immer wieder die Löcher, die sich ihm offenbarten und generierte ein Yard nach dem anderen. Das Highlight des Abends: Sein 66 Yard Touchdown Run, bei dem Breida seine Schnelligkeit und Spielintelligenz präsentierte, als er zunächst eine Lücke auf der rechten Seite des Feldes nutzte, um in das Second Level zu gelangen, um dann dem perfekt gesetzten Block von Garcon (über ca. 40 Yards) zu folgen und die vermeintliche Vorentscheidung zu erzielen.  Breida zeigt früh in der Saison, dass er sehr wertvoll für diese Offense ist und weiterhin sein kann. So nimmt er einiges an Last von den Schultern Jimmy Garoppolos.

  • Pierre Garcon

Garcon hatte letzte Woche einen schweren Stand, als er nur zwei Catches für magere 21 Yards verbuchen konnte. Garoppolo brachte ihn gegen die Vikings mehrfach in schwierige Situationen, bei denen es gleich von mehreren Seiten krachte, wenn Garcon versuchte, den Ball zu fangen. Gestern war Garcon jedoch wieder „Mr. Zuverlässig“. Garoppolo suchte seine Nr. 15 zwar nur vier Mal, doch alle vier Male sicherte Garcon den Ball und generierte insgesamt 57 Yards. Es ist wichtig, dass Garoppolo Playmaker im Team hat, denen er ohne zu Zögern – und das tat er gestern sehr oft – den Ball zu werfen kann. Garcon spielte gestern nicht überragend, aber solide. Und genau dafür ist er da, sehenswert war sein Block vor dem oben angesprochenen Touchdown von Matt Breida. Wenn Goodwin zurückkehrt, wird hiervon auch Garcon profitieren.

  • Special Teams

Die Special Teams Unit der 49ers war am gestrigen Abend mehr als solide. Robbie Gould stellte einen neuen Rekord für die meisten versenkten Field Goals in Folge auf (28) und baute diesen aus, er verfehlte erneut keinen Kick und war für zehn Punkte der 49ers verantwortlich. Punter Bradley Pinion musste fünf Mal sein Können zeigen, drei Mal brachte er den Ball innerhalb der gegnerischen 20-Yard-Linie unter. Raheem Mostert bewies einmal mehr, dass er seinen Kaderplatz verdient hat – als Gunner ist er unverzichtbar, auch gestern erstickte er mehrere Returnversuche der Lions im Keim. Dante Pettis unterstrich erneut seine Qualitäten als Punt Returner und sorgte mehrfach für gute Ausgangspositionen. Der beste Return des Tages gehörte jedoch Rookie CB D.J. Reed, der mit seinem Kickoff-Return direkt nach der Pause den zweiten 49ers Touchdown des Spiels (Garoppolo auf Celek) einleitete. Er erzielte sogar einen Touchdown, doch aufgrund eines Griffes in die Facemask seines Gegenspielers wurde dieser zurückgepfiffen. Insgesamt also eine starke Vorstellung der Unit von Richard Hightower, die aber auch einmal Glück hatte, als ein Punt Return Touchdown der Lions zurückgepfiffen wurde.

  • Jimmy Garoppolo

Nach der schwachen Vorstellung Garoppolos am vergangenen Sonntag zeigte Jimmy G gestern eine ordentliche Vorstellung, dies zeigen auch seine Statistiken: 18/26 Pässen an den Mann gebracht, 206 Yards Raumgewinn, zwei Touchdowns und keine Interception. Bei den beiden Touchdown Pässen zeigte Garoppolo keine Hektik, WR Kendrick Bourne und TE Garrett Celek bedankten sich. Insgesamt wirkte Garoppolo recht sicher, seine Würfe in die Mitte des Feldes kamen präzise und fanden ihren Weg zum Receiver. Die Profiteure waren hauptsächlich WR Pierre Garcon und TE George Kittle. Zwei der acht Incompletions waren erneut Drops, einer von George Kittle, ein weiterer von Rookie WR Dante Pettis bei einem dritten Versuch in der Redzone. Doch das ist noch nicht alles – dazu unten mehr.

LOSER

  • Ahkello Witherspoon

Es war nahezu jedem bewusst, dass Ahkello Witherspoon eine schwere Saison bevorsteht, da die Teams ihn allein aufgrund der Anwesenheit von Richard Sherman permanent testen würden. Gegen die Vikings schien Witherspoon der Aufgabe gerade noch so gewachsen zu sein, gestern wurden ihm jedoch seine Grenzen aufgezeigt. Bereits der erste Touchdown der Lions ging auf die Kappe des Second Year Cornerbacks, der Kenny Golladay komplett ungecovert ließ. In Hälfte zwei attackierte Stafford nur noch die rechte defensive Seite der 49ers, Witherspoon hatte trotz zahlreicher Targets keinen einzigen Pass Breakup verzeichnen können. Im Gegenteil: Er ließ Catch nach Catch gegen sich zu, fand der Ball nicht den Weg zu einem der starken Lions-Receiver, war eine Flagge gegen Witherspoon der Grund hierfür.  Er ließ einen weiteren Touchdown gegen Marvin Jones zu, als es immer enger wurde, entschied sich DC Robert Saleh Witherspoon aus dem Spiel zu nehmen. Für ihn übernahm Jimmie Ward, der nicht viel besser agierte. Man muss hoffen, dass sich Witherspoon schnell erholt und nicht allzu viel Selbstbewusstsein verliert. Denn nächste Woche wartet Tyreek Hill…

  • Jimmy Garoppolo

Auch in dieser Rubrik taucht Garoppolo auf, auch, wenn die Statistiken auf den ersten Blick anderes vermuten lassen. Die sechs Sacks, die die 49ers zuließen, gingen nicht allesamt auf das Konto von der Offensive Line, die insgesamt sogar eine recht ordentliche Partie ablieferte. Oft war es Garoppolo, der zu lange in der Pocket verharrte und zu zögerlich agierte. Von seinem schnellen Release, der ihn im letzten Jahr noch so erfolgreich machte, war bei den Sacks nicht viel zu sehen, er wirkte nervös und ängstlich, den Ball in enge Fenster zu werfen. Es ist verständlich, dass er nicht jeden Ball loswerden möchte (Resultat: Siehe letzte Woche…), aber den Ball zu lange zu halten, ist ebenfalls keine Lösung. Da er sich oft in der Pocket befand, wäre auch ein Wegwerfen des Balles nicht ohne weiteres möglich gewesen. Die Sacks muss man also auch den Wide Receivern ankreiden, die zu wenig Separation generierten. Bis auf Garcon zeigten die WR die 49ers eine eher durchschnittliche Leistung, Dante Pettis hatte nur einen Catch, Trent Taylor keinen. Bourne erzielte zwar einen Touchdown, war aber ansonsten unsichtbar. Die Rückkehr von Marquise Goodwin ist für das Passspiel der Niners von hoher Bedeutung. In einem der wichtigsten Momente des Spiels unterlief Garoppolo ein folgenschwerer Fehler, der aufgrund einer Flagge gegen die Lions nicht bestraft wurde: Matt Breida lief eine vorhersehbare Out-Route bei einem 3. Versuch kurz vor dem Ende der Partie, Garoppolos Pass war etwas spät, sodass die Lions den Ball abfangen und bis kurz vor die Endzone der 49ers returnen konnten. Ohne die Flagge hätten die 49ers das Spiel verloren – und Garoppolo wäre wohl als größter Verlierer des Abends vom Feld gegangen. Shanahan muss sich jetzt für seinen Quarterback stark machen, damit dieser wieder so furchtlos auftritt, wie am Ende der letzten Spielzeit.

  • Mark Nzeocha

Nzeocha spielte nur ein Fünftel der Snaps in der Defensive, fiel jedoch meist negativ auf. Er verfehlte mehrere Tackles und reihte sich damit in eine lange Liste am gestrigen Abend ein. Die Defense Akteure der 49ers hatten insgesamt sehr große Probleme, vernünftige Tackles zu setzen, ob Elijah Lee (insgesamt beachtliche 12 Tackles), Adrian Colbert oder eben Mark Nzeocha: Das Tackling am gestrigen Abend war eine Katastrophe. Warum Nzeocha der größte Verlierer ist? Er ist der Spieler, der seinen Roster-Spot am schnellsten verlieren kann, zudem verursachte er einen Penalty bei einem Kickreturn. Sollten weiteren Partien folgen, in denen seine Gegenspieler ihm entwischen, wird man darüber nachdenken müssen, eine Verstärkung auf der Position des SAM-Linebackers zu verpflichten.

  • Pass Rush

Die alte Leier: Bis auf DT DeForest Buckner, der erneut einen Sack verbuchen konnte, war der Pass Rush der 49ers nahezu nicht existent. Stafford warf insgesamt 56 (!) Pässe, oft konnte er ungestört in der Pocket stehen und seine Pässe an den Mann bringen. Trotz vieler Blitzvarianten gelang es nur Buckner und Lee (Strip-Sack, Recovery von Marsh) Stafford zu Boden zu bringen. DE Solomon Thomas spielte erneut nur die Hälfte der Defense Snaps, auch, wenn er als Rusher von innen besser aussah, als von außen. Dennoch: Auf außen wirkt es so, als sei Marsh der gefährlichere Spieler, innen ist nur Platz für zwei der drei ehemaligen First-Rounder. Und hier haben Buckner und Armstead derzeit klar die Nase vorn. Das Kernproblem: Es fehlt weiterhin ein „echter“ Pass Rusher. Gegen die Chiefs und Shooting-Star Patrick Mahomes könnte das teuer zu stehen kommen…

… nichtsdestrotz: Beat the Chiefs!

Written by Lars Riedenklau

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