Die Niners Draft Class 2026
Kontrovers, aber mit Plan?
von Chris Pracher
Die komplette Draft-Klasse der 49ers – mit RAS-Werten, Dane Bruglers Beast-Einschätzungen und was das alles für die Zukunft bedeutet. Zu unserer Podcast-Ausgabe über die Prospects geht es übrigens hier.
Zurück zur Draft-Class: Kein Erst-Runden-Pick, dafür ein klares Statement: Athletik first. Die 49ers starteten mit Pick 27 in die Draft-Nacht, tradeten zweimal runter – zuerst zu den Dolphins (#30 + #90), dann zu den Jets (#33 + #179) – und sicherten sich so drei Extra-Picks für Day 2 und Day 3. Das Ergebnis: eine Klasse voller roher, physisch beeindruckender Spieler mit einem Durchschnitts-RAS von 9.04. Das ist kein Zufall – das ist Philosophie.
Was ist der RAS?
Der Relative Athletic Score normalisiert alle Combine-Messungen (Größe, Gewicht, Speed, Explosion, Agilität, Kraft) auf einer Skala von 0–10 und vergleicht jeden Spieler historisch mit allen je gemessenen Athleten seiner Position.
Woher kommen die anderen Infos?
Dane Bruglers jährlicher Draft-Guide „The Beast“ gilt als genauester öffentlich zugänglicher Evaluationsleitfaden.
Die Draft-Class im Detail
De’Zhaun Stribling
| Metrik | Wert |
|---|---|
| The Beast Overall / Pos. | #67 / WR11 |
| 40-Yard-Dash | 4,36s |
| Größe / Gewicht | 6’2″ / 207 lbs |
| Karriere Catches / Yards / TDs | 216 / 2.964 / 23 |
| Drop-Rate 2025 | 1,9 % |
| Playoff-Yards/Spiel 2025 | Ø 92,7 |
Für manche war dieser Pick ein Reach – WR11 bei Pick 33 klingt nach einer frühen Auswahl. Wer sich aber die Zahlen und das Scouting-Profil anschaut, versteht die Logik sofort. Striblings Werdegang allein ist eine Geschichte wert: aufgewachsen auf Hawaii, College-Karriere an drei verschiedenen Programmen (Washington State, Oklahoma State, Ole Miss). 2025 führte er Ole Miss in die College Football Playoffs – und dominierte dort mit Ø 92,7 Receiving-Yards pro Spiel.
In 56 College-Partien über fünf Jahre: 2.964 Yards, 23 Touchdowns, 4,36er 40-Time. Und eine Drop-Rate von gerade mal 1,9 Prozent in der Saison 2025 – der Mann lässt den Ball einfach nicht fallen. Vor dem Draft erhielt er außerdem die interne Gold Helmet Designation der 49ers – vergeben für Work Ethic, Character und Football IQ an nur 16 von allen evaluierten Kandidaten. Selten, und ein klarer Hinweis, warum Lynch und Shanahan nicht auf einen späteren Pick warten wollten.
Kontextuell ist die Rolle klar: Mit dem Trade von Deebo Samuel und spätestens seit dem Abgang von Jauan Jennings haben die 49ers ihren physischen, vielseitigen Receiver verloren. Analysten sehen Stribling als einen natürlichen Nachfolger – ein „supercharged Jauan Jennings“, der vertikale Bedrohung mit einem run-blocking-first Mindset verbindet.
Stribling übernimmt die Drecksarbeit im Run-Blocking ohne Murren – ein nicht-verhandelbares Kriterium für Receiver in Shanahans Wide-Zone-System. Competitive toughness, pro-ready mindset. Projiziert als verlässlicher WR2/WR3 mit Upside zu mehr.
Sein Route-Tree hat noch Lücken – Hitches und Go-Routes machten 57 % seiner Routes aus, das muss breiter werden. Aber mit einem RAS von 9.57 und dem richtigen Coaching-Staff in Santa Clara ist genug Upside da, um ihn langfristig als echten Starting Receiver zu entwickeln.
Abschließend zur laut Medien wichtigsten Frage: War Stribling ein Reach und wie hoch?
Pick 33 bei einem an #67 gerankten Spieler wirkt zunächst wie ein deutlicher Reach, insbesondere da noch andere, deutlich höher gerankte Spieler verfügbar waren. Dane Brugler äußerte sich im Life-Podcast der The Athletic Football Show direkt nach dem Pick jedoch nicht überrascht. Nach Gesprächen mit Offiziellen ging er davon aus, dass Stribling irgendwann in der zweiten Runde ausgewählt wird. Auch Experten wie Nate Tice, Matt Harmon, Lance Zierlein und Albert Breer bestätigten diesen Eindruck, dass Stribling im Draftprozess ein Late Riser war und mehrere Teams ihn deutlich höher bewerteten als der sog. „Draft Consensus“.
Darüber hinaus ist anzunehmen, dass John Lynch und Kyle Shanahan ihre Kollegen, insbesondere diejenigen, mit denen sie lange zusammengearbeitet haben (Adam Peters, Matt Ryan, Gebrüder LaFleur, McVay etc.), gut kennen und daher gut einschätzen können, wie hoch andere Teams auf Stribling sind. Nach den Informationen nach dem Draft ist davon auszugehen, dass er wohl an Pick #58 nicht mehr verfügbar gewesen wäre.
Romello Height
| Metrik | Wert |
|---|---|
| The Beast Overall / Pos. | #80 / EDGE (R3-Grade) |
| 40-Yard-Dash | 4,64s |
| Größe / Gewicht | 6’3″ / 239 lbs |
| Pressures 2025 | 62 · FBS #7 · Big 12 #2 |
| Vertikalsprung | 39″ |
Die 49ers verzeichneten in der Saison 2025 ligaweit die wenigsten Sacks. Height ist die direkte Antwort. Nach sechs College-Saisons an vier Programmen (Auburn, USC, Georgia Tech, Texas Tech) kam er in Lubbock endlich vollständig an: 10 Sacks, 11.5 TFL in 2025 allein – und 62 Pressures, Rang 7 im kompletten FBS, Rang 2 in der Big 12. Zusammen mit David Bailey – dem zweiten Overall-Pick des Drafts – bildete er eines der gefährlichsten Pass-Rush-Duos im College-Football.
Was ihn so wertvoll macht: Er braucht keine Masse, um wirksam zu sein. First-Step Explosion, plötzliche Hands, ein Spin Move, der Offensive Linemen noch im zweiten Jahr Alpträume bescheren dürfte. Sein Vertikalsprung von 39 Zoll bestätigt das athletische Fundament.
Height ist ein hochspezialisierter Sub-Down Designated Pass Rusher mit elitärer Explosivität und schnellen Händen – perfekt als Ergänzung zu Nick Bosa. Height selbst: „Mein erster Schritt ist meine wichtigste Waffe.“
Der Haken: Bei 239 Pfund wird er im direkten Run-Defense-Duell gelegentlich überwältigt. Full-Time Defensive End über drei Downs ist er noch nicht. Aber als Situational Pass Rusher neben Nick Bosa, an Passing-Downs, als Teil einer Rotation mit Mykel Williams und Osa Odighizuwa? Schon jetzt träumen Analysten von diesem Third-Down-Package. Eine echte Waffe.
Kaelon Black
| Metrik | Wert |
|---|---|
| The Beast Overall / Pos. | #214 / RB10 |
| 40-Yard-Dash | 4,45s |
| Größe / Gewicht | 5’9″ / 211 lbs |
| Yards nach Kontakt / Versuch | 3,47 |
| Rushing-Yards 2025 | 1.000+ |
| Rezeptionen 2025 | 4 |
Offen gesagt: Beast-Rang 214 bei Pick 90 ist eine Diskrepanz, die ins Auge springt. Brugler hatte Black für die 5. bis 6. Runde eingestuft. Trotzdem hat diese Auswahl eine innere Logik – und die heißt Christian McCaffrey. Black und Roman Hemby waren das einzige FBS-Duo, bei dem beide Running Backs 2025 die 1.000-Yard-Marke knackten – als Teil von Indianas nationalem Meistertitel-Run.
Was ihn auszeichnet: Er läuft physisch weit über seiner Gewichtsklasse. 3,47 YAC pro Versuch – das ist Power Runs, tiefes Pad Level, natürliche Balance. Der Mann bringt mehr, als das Play-Design vorgibt. Bei James Madison, wo er zusammen mit Coach Cignetti startete, landete er für eine starke Sophomore-Saison auf dem Paul Hornung Award Honor Roll – und zeigte damals, dass er auch als Pass-Catcher funktioniert: allein 2023 fing er 27 Pässe für 254 Yards und 4 Touchdowns.
Bei Indiana verschwand er dann aus dem Passspiel – nicht weil die Fähigkeit fehlte, sondern weil das Scheme es schlicht nicht verlangte. Vier Catches in 2025 klingen nach einem Red Flag, aber Black selbst erklärt es nüchtern: „It kind of got schemed out. We had some great receivers at IU, and the ball was going to them. But it’s not like we running backs couldn’t do it – we always stayed ready.“
Black läuft mit leichten Füßen und holt konstant mehr aus dem Play heraus als das Design erlaubt. Der fehlende Pass-Game-Output in Indiana war ein Scheme-Thema, kein Talent-Thema – die Vergangenheit bei JMU spricht eine andere Sprache.
Gracen Halton
| Metrik | Wert |
|---|---|
| 10-Yard-Split | 1,70s |
| 40-Yard-Dash | 4,82s |
| Vertikalsprung | 36,5″ |
| Größe / Gewicht | 6’2″ / 293 lbs |
Das Sack-Problem der 49ers wird nicht nur von außen angegangen – Halton ist die Lösung durch die Mitte. Der Schlüsselwert: 10-Yard-Split von 1,70 Sekunden bei fast 300 Pfund. Das ist die Grundvoraussetzung für einen Interior Pass Rusher, der Offensive Linemen in den ersten Bruchteilen einer Sekunde unter Druck setzt – bevor der Quarterback seinen Drop abgeschlossen hat. Haltons Stärke liegt in seiner Explosivität, nicht in schlichter Masse. In Runde 4 bei einem RAS von 8,45 ein wirklich solider Fund.
Dane Brugler beschreibt Gracen Halton als hocheffizienten Rotationsspieler mit einem „Win-early and clean-up-late“-Spielstil, der vor allem durch seine überragende Antrittsschnelligkeit beim Snap besticht. Aufgrund seiner kompakten Masse und unterdurchschnittlichen Armlänge fehlt ihm jedoch die Stabilität gegen Double-Teams, weshalb er in der NFL primär in einer Teilzeitrolle als penetrierender 3-Technique-Tackle wertvoll ist. Sein NFL-Vergleich ist niemand geringerer als: Osa Odighizuwa.
Halton ist für uns und natürlich für David ein besonderer Pick, da er ihn auf der Bühne verkünden durfte.
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Carver Willis
| Metrik | Wert |
|---|---|
| The Beast Pos. | OG20 |
| 40-Yard-Dash | 5,11s |
| Bench Press | 23 Reps |
| Broad Jump | 9’0″ · 108 Zoll |
| Größe / Gewicht | 6’5″ / 303 lbs |
Willis ist der klassische Late-Bloomer dieser Draft-Klasse. Bei Kansas State kaum ein Thema, transferierte er zu den Washington Huskies und spielte eine Super-Senior-Saison, die NFL-Scouts zum Hinschauen zwang. Aus der Bewegung heraus ist er stark: Er erreicht Linebacker auf dem zweiten Level zuverlässig und hat die Kraft, diese wegzurollen.
Willis glänzt aus der Bewegung heraus – genau das, was Zone-Blocking-Systeme wie das der 49ers verlangen. Als Guard muss er Pad-Level-Disziplin und Reaktionsschnelligkeit im engen Raum noch verbessern.
Kurzfristig ist Willis als Depth-Piece und Rotations-Guard eingeplant. Langfristig könnte er aber noch relevanter werden: Jake Brendels Vertrag läuft nach dieser Saison aus – und Willis bringt die Athletik und die Interior-Versatility mit, um mittelfristig auch als Center in Frage zu kommen. Kein gesicherter Plan, aber ein interessanter Hintergedanke bei diesem Pick.
Ephesians Prysock
| Metrik | Wert |
|---|---|
| The Beast Pos. | CB18 |
| 40-Yard-Dash | 4,45s |
| Armlänge | 33+ Zoll |
| Größe / Gewicht | 6’3″ / 196 lbs |
| Completion-Rate gegen ihn 2025 | 40,7 % |
| Coverage Snaps 2025 | 447 |
Wenn es einen Spieler in diesem Draft gibt, der die 49ers-Fans in zwei bis drei Jahren wirklich aufhorchen lässt, dann ist es Ephesians Prysock. Der Name ist unvergesslich – und das Profil auch. 6’3″, über 33 Zoll Arm Length, 4,45er 40-Time. Für einen Cornerback sind das Maße, die selbst auf All-Pro-Niveau selten sind. Prysock spielte zunächst bei Arizona, transferierte dann zu Washington und ergänzte in 2025 seine Football-Auszeichnungen (Honorable Mention All-Big Ten) mit einem Platz im Big Ten All-Academic Team.
In 447 Coverage Snaps 2025 ließ er eine Completion Rate von nur 40,7 % zu. Gegner warfen lieber woanders hin. Und anders als viele Physical Corners kann er laut PFF sowohl in Man- als auch in Zone Coverage performen – sein 73,2 PFF Coverage Grade in Zone 2025 ist ein starkes Signal.
Prysock ist ein physischer Rohdiamant, der Receiver vertikal begleiten und dank seiner 33+ Zoll Armlänge Passfenster schließen kann – auch wenn er einen halben Schritt hinter dem Receiver ist. Baustellen: zu viel Händearbeit, Technikvertrauen fehlt noch.
In Runde 4 diesen Athleten zu bekommen? Das ist der potenzielle Steal dieses Drafts.
Jaden Dugger
| Metrik | Wert |
|---|---|
| The Beast Pos. | LB · 7. Runde / Priority FA |
| RAS-Rang unter LBs | #139 von 3.460 (seit 1987) |
| 40-Yard-Dash | 4,60s |
| Armlänge / Wingspan | 35 Zoll · 7-foot Wingspan |
| Größe / Gewicht | 6’4″ / 242 lbs |
| Tackles / TFL / Sacks 2025 | 125 / 13 / 4 |
Dugger ist die vielleicht verrückteste Geschichte dieses gesamten Drafts. Er startete als Null-Sterne-Rekrut bei Georgetown (FCS!), wechselte zu Louisiana auf FBS-Level, spielte erst als hybrider Safety/Edge und rückte 2025 komplett ins Innere. Ergebnis: 125 Tackles, 13 TFL, 4 Sacks – und gerade mal 11,6 % Missed Tackle Rate über seine gesamte Career.
„Go-Go-Gadget-Armlänge“ – 35 Zoll für einen Linebacker ist schlicht außergewöhnlich. Ein athletischer Ausreißer, der das Spiel über reine Reaktion und Reichweite macht. Sobald er von Blockern freigehalten wird, explodiert er förmlich durch die Hüften beim Tackling.
Mit einem RAS von 9.60 (Rang 139 von 3.460 getesteten Linebackern seit 1987) ist er ein absoluter Athletic Outlier. Das Linebacker-Profil ist noch relativ frisch – Instincts, Scheme-IQ und Kommunikation im Huddle brauchen Zeit. Aber als Day-1-Special-Teams-Spieler und langfristiges Development-Projekt: ein echter Fünftrunden-Fund.
Enrique Cruz Jr.
| Metrik | Wert |
|---|---|
| The Beast Overall / Pos. | #234 / OT |
| 40-Yard-Dash | 4,94s |
| Broad Jump | 9’0″ · 108 Zoll |
| Größe / Gewicht | 6’6″ / 313 lbs |
Ein RAS von 9.99 von 10.00 – auf dem Papier fast perfekt. 6’6″, 313 Pfund, 9-Fuß-Broad-Jump, 4,94er 40-Time für einen Offensive Tackle dieser Größe. Kein Spieler seiner Positionsgruppe kommt auch nur annähernd an diese Kombination aus Frame und Athleticism heran.
Cruz stand vor der Saison 2025 bei den meisten Teams kaum auf dem Radar („barely graded“), erzwang sich durch konstant stabile Leistungen die Aufmerksamkeit der Scouts. Vice-grip Hands – aber Timing und Hand Technique sind noch ausbaufähig.
In Runde 5 nimmt man dieses athletische Versprechen gerne mit. Als Practice-Squad-Projekt, das in Ruhe reifen kann und langfristig Depth an der Tackle-Position sichert.
Undrafted Free Agents (UDFAs)
Die Arbeit eines NFL-Front Offices endet nicht mit dem letzten Draft-Pick. Die 49ers waren auf dem UDFA-Markt äußerst aggressiv – und das zeigt sich nicht nur in der Quantität der Verpflichtungen, sondern auch in den teils ungewöhnlich hohen Garantiesummen.
Khalil Dinkins
James Thompson Jr.
Wesley Grimes
Will Pauling
Jalen Stroman
Bryson Eason
Mikail Kamara
Jack Bouwmeester
Khalil Dinkins & James Thompson Jr. – Die Ansage
$275.000 bzw. $280.000 Garantie für UDFAs – das übersteigt oft die gesicherten Anteile eines Siebtrunden-Deals. Diese Summen sind keine Zufallsgrößen: Sie spiegeln hohes internes Grading wider und zeigen, dass das Front Office diese Spieler unbedingt wollte. Thompson bringt einen RAS von 8.94 für einen fast 310-Pfund-Tackle mit – für die Positionsgruppe ein außergewöhnlicher Wert. Dinkins‘ 40-Yard-Zeit von 4,72 Sekunden für einen Tight End seiner Größe erklärt das Interesse ebenfalls von selbst.
Mikail Kamara – Production schlägt Messwerte
Kamara ist eines der faszinierendsten Scouting-Puzzle dieser Klasse. RAS 2.15 sagt: zu klein, zu wenig explosiv für einen NFL-Edge. Aber sein Tape erzählt etwas anderes: 127 kombinierte Pressures in zwei Saisons bei Indiana. Er spielt mit extrem hohem Motor, versteht, wie er seine physischen Grenzen kompensiert, und hat ein Gespür dafür, wann er kontern muss, anstatt direkt zu pushen. Brugler schreibt: „You feel his impact during games“ – ein seltenes Kompliment für einen UDFA.
Fazit
Kein Pick in Runde 1, trotzdem eine der athletisch stärksten Draft-Klassen der 49ers seit Jahren. Der Ø-RAS der acht Draft-Picks:
Das ist ein klares Signal. John Lynch und das Front Office haben eine bewusste Entscheidung getroffen: In einem als eher schwach eingeschätzten Draft lieber rohe Athletic Traits und viel College-Erfahrung anstatt junge Wildcards.
Das Muster ist eindeutig: Prysock (9.74), Dugger (9.60), Cruz (9.99) – in Runde 4 und 5 kommen Athleten, die auf physischen Parametern mit First-Round-Picks mithalten. Height und Halton adressieren direkt das Pass-Rush-Defizit. Stribling bringt endlich den Blocking Receiver, den Shanahans Scheme verlangt. Auf dem UDFA-Markt wurden mit Dinkins ($275k) und Thompson ($280k) zwei Spieler mit ungewöhnlich hohen Guarantees gesichert.
Risiko ist vorhanden. Black war ein Reach. Dugger und Cruz sind echte Development-Projekte. Aber dieses Coaching-Staff in Santa Clara ist alles zuzutrauen und zunächst auch der Benefit of the Doubt einzuräumen.
Diese Klasse muss man in drei Jahren bewerten. Die Grundlagen stimmen und Plan klingt vielversprechend.
